Foodtrends – und was sie bedeuten

Sie hören und lesen immer wieder von diversen Foodtrends und wissen gar nicht genau mit was Sie es da zu tun haben? Wir klären auf!

Die jahrhundertealte Aussage des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach (1804–1872) „Du bist, was du isst“ gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird zunehmend zum Hauptinstrument auf der Suche nach dem eigenen Selbst.
 

Trend 1: Flexitarier (kein Vegetarier, aber verantwortungsbewusster)

Flexitarier - ein Schlagwort wird zum Trend und viele folgen ihm, auch ohne es zu wissen. Die Mehrheit der Deutschen (52%) isst laut einer Forsa-Studie an drei oder mehr Tagen pro Woche kein Fleisch. Viele Menschen haben erkannt, dass sie sich in Zukunft anders, das heißt nachhaltiger, ökologischer, respektvoller und gesünder ernähren müssen. Sie suchen ein persönliches Gleichgewicht zwischen Verantwortung für die eigene Gesundheit, Tierliebe und dem Appetit auf Fleisch.

Materialkombinationen für die Flexiblen

Trend 2: Sensual Food (bewusster schmecken)

Was wir schmecken, entscheidet sich ganz individuell in unserem Mundraum. Geschmack wird zur Orientierung im Lebensmittelüberfluss immer wichtiger. Das Sehen, ehemals „höchster“ und nach wie vor mächtigster Sinn, bekommt Konkurrenz. Die „niederen“ sogenannten Nahsinne, wie Riechen und Schmecken, werden immer wichtiger. Praktiziert wird es bereits bei der Degustation von Wein, Kaffee und Schokolade.
Dies geht einher mit der Verfeinerung und Weiterentwicklung einer Genusssprache, die uns hilft, sensorische Eindrücke besser zu verbalisieren und ins Bewusstsein zu holen. Erst damit gewinnt der individuelle Geschmack Macht über die Gewohnheit und kann somit unsere Konsumentscheidungen gezielt beeinflussen und verändern.

Beton – für stilvolle Genießer

Trend 3: Curated Food (hier wird für Sie eine Bedarfsanalyse erstellt)

In der westlichen Welt gibt es alles – und von allem zu viel. Noch mehr Wahlmöglichkeiten schaffen nicht mehr Konsum, sondern erzeugen Desorientierung und Verdruss. Dabei sucht der Konsument ja „einfach nur“ nach dem Produkt, das genau zu ihm passt, ihm schmeckt, moralisch vertretbar ist und ihn gesund hält, wenn nicht macht. Für die Produzenten heißt das nicht zwingend, weniger anzubieten, sondern bedarfsgerechter. In Zukunft gibt es für Kunden einen Gesundheitskurator – jemanden, der ihren ernährungsphysiologischen Bedarf kennt, auf Portionsgröße herunterrechnet und das jeweilige Erreichen der empfohlenen Tageszufuhr bestimmter Nährstoffe in Prozenten festhält. Jemanden, der weiß., wer Sie sind, was Sie brauchen und in welche Richtung Sie sich verändern wollen. Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sind die Kernwerte hinter dieser Entwicklung.

Mit Glas – für die mit dem Durchblick

Trend 4: Re-Use Food (die Resteverwertung)

In Frankreich darf bereits kein Supermarkt mehr Lebensmittel wegwerfen. Dies wird sich früher oder später auch in Deutschland durchsetzen. „Cradle to Cradle“ (durchgängige Kreislaufwirtschaft) lautet ein zukunftsweisendes Designkonzept. Inspiriert durch die Natur, in der es keine Probleme mit Abfall gibt, geht es um die Entwicklung hochprofitabler Produkte, deren kompostierbare und gebrauchte Bestandteile in biologischen und technischen Kreisläufen zirkulieren und so positive Effekte für Umwelt und Gesundheit erzeugen.
Die Köchin Ingrid Pernkopf legt großen Wert darauf, dass alles verwertet wird – bis hin zum Knödelkochwasser. In ihrem Buch  „Resteküche“ beweist sie mit großer Kreativität, dass Reste und Überbleibsel zu hervorragend schmeckenden Gerichten verkocht werden können. Eine kanadische Webseite (www.bigoven.com/recipes/leftover) bietet einen Resteküchenservice, der für übriggebliebene Zutaten das passende Rezept findet. Letztlich wird klar, dass das alte Wissen der Großeltern- Generation wieder neu belebt wird. Die gute alte Zeit, sie ist Inspiration für die gute neue Zeit.

Resopal – die umweltfreundliche Küche

Kann eine Kunststoffküche gut für die Umwelt sein?

Natürlich! Resopal besteht zu 65 % aus Papier und zu 35 % aus Harzen auf Wasserbasis. Dazu nachhaltig produziert und am Ende der enorm langen Nutzungsphase thermisch recycelbar, was zur Energiegewinnung beiträgt. Das Kernpapier ist recycelt, FSC®- und/oder mit dem PEFC®-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft zertifiziert. Resopal-Schichtstoff hält selbst den höchsten Anforderungen mühelos stand und ist äußerst langlebig; seine lange Lebensdauer lässt das Holz bis zum Ende der Nutzungsphase längst wieder nachwachsen.

Trend 5: Urban Gardening (Anbau im eigenen Garten)

Klimaforscher und Stadtplaner rufen die städtische Landwirtschaft schon zur „Landwirtschaft der Zukunft“ aus. Statt Lebensmittel über lange Wege zu transportieren, sollten die Städter sie selbst vor Ort anbauen. Ziel ist eine Stadt, die sich selbst ernährt. Im Kleinen funktioniert das bereits an vielen Stellen: Zunächst wurde der Schrebergarten wiederentdeckt. Nun wird der Dachgarten zum kollektiven Steckenpferd. Im urbanen Raum entstehen gemeinschaftliche Gartenprojekte wie der Berliner „Prinzessinnengarten“ oder die „City Farm Schönbrunn“ in Wien. Sollten Sie keinen Garten zur Verfügung haben, dann pflanzen Sie Tomaten auf dem Balkon oder Kräuter in der Küche an!

Landhauscharme – für die mit dem grünen Daumen

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann können Sie noch mehr zu diesem Thema lesen: Zukunftsinstitut –  wie wir morgen essen werden