Zeit für Gemütlichkeit – cosy living!

Wir Deutschen sind eigenartig. Auf eine sehr interessante und manchmal zutiefst liebenswürdige Art und Weiße. Die Stilblüten des Deutschen haben in so manchem Anrainerstaat aber auch in weit entlegenen Gebieten des Erdkreises für Schmunzler und waschechte Lacher gesorgt.
Spätestens beim inzwischen legendären Beispiel für ein Mehrfachkomposita (einer Wortzusammensetzung aus mehr als zwei Worten) dem

Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän



zweifeln auch Muttersprachler an der Seelenverfasstheit des Deutschen.
Ein weiteres Sprachunikum, welches uns jedoch wieder herrlich beliebt macht, ist die Gemütlichkeit. Ja, keine andere Sprache hat ein Wort für diese ordentliche Faulheit und dieses klein bisschen unordentliche Arbeit. Irgendwo zwischen „Fisch und Fleisch“ leben wir im perfekten Moment des „ach, ist wirklich gemütlich hier“ und prosten uns gegenseitig mit Prosecco zu. Und wenn Nächte länger werden und es allgemein ein wenig ungemütlicher zugeht im Land, dann ist das eigene Zuhause für viele Heimat und Schutzraum für die eigene Glückseligkeit. Diesem genau das richtige Maß an echter Gemütlichkeit einzuhauchen ist nicht so schwer, wie gedacht! Zumindest solange man sich an unsere Tipps zum Thema Gemütlichkeit hält!

 

Die Sache mit den Kerzen und der Beleuchtung

Am Anfang kommen immer das Licht und die Beleuchtung. Wir bemerken sie unmittelbar, noch vor Dingen wie Farben, Looks, Möbel oder Accessoires. Streng genommen macht es die Beleuchtung erst möglich, alle anderen „Dinge“ des Raums zu begreifen (das Raumparfüm ausgenommen). Und so unscheinbar wie auch wichtig für die Gemütlichkeit ist die passende Beleuchtung. Neonstrahler und Weißlicht sind der garantierte Weg, jedwede Gemütlichkeit eines Raums in Tonnen von Lumen zu begraben. Auch kalt-grelles Licht ist prädestiniert dafür, einen Raum „kaputt zu leuchten“. Wer es lebendig und praktisch haben möchte, der bleibt bei mehreren Lichtinseln, die bei Bedarf „zugeschalten“ werden können. Frei nach dem Motto: „Hell genug um zu lesen, dunkel genug um zu schmusen“.

 

Teilen und verlieben – Wohninseln machen glücklich

Kennen Sie das Gefühl? Man steht auf einer Vernissage, alles ist geschmackvoll eingerichtet, das Publikum ist adrett und positiv redselig, aber trotzdem fühlt man sich unwohl und deplatziert? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt es hierbei an dem „Problem des großen Platzes“. Aus evolutionsbiologischer Sicht sind uns Menschen große Freiflächen an öffentlichen Orten unsympathisch, hatte man in grauer Vorzeit an solchen Orten keine Deckung vor etwaigen Feinden (Säbelzahntiger z.B.). Diese Urangst des Menschen setzt sich fort bis in den heimischen Bereich. Wenn wir einen überdimensionierten Bereich gemütlicher gestalten möchten, so klappt das am besten mit einer Unterteilung in verschiedene Kleinflächen. Ob wir hier mit Raumteilern oder Wohninseln (Gruppierungen wie z.B. Couchtisch und Couch) arbeiten, ist egal. Hauptsache unsere Gäste und auch wir haben eine sinnvolle Einteilung fürs Auge!
 

Gemeinsam Farbig – Monochrom und Farbig

Auch mit Farben lässt sich ein Zimmer auf eine sehr schöne und unmittelbare Art gliedern und auch gemütlicher gestalten. Vor allem mit Decken, Kissen und anderen Wohntextilien lässt es sich schön ordnen und richtig viel Gemütlichkeit entfesseln. Im Zusammenspiel von Grund und Aktzentfarben lassen sich herzliche cosy-spots erzeugen. Aber Vorsicht! Übertreiben Sie es mit der Farbverwendung nicht. Bei Farbe ist der Weg von „genau passend“ zu „zu viel des Guten“ sehr kurz.
 

Bilder und Rahmen – ein Fixpunkt für unsere Augen


Bilder machen Wohnungen gemütlich und das seit jeher. Bereits in der Antike waren Abbildungen und Heldentaten eine Möglichkeit, den eigenen Lebensraum zu gestalten. Und diese Tradition wird auch in der Gegenwart ausschweifend und lieblich gelebt. Ganz egal ob große Prints, Poster, kunstvolle Originale oder Fotografien aus eigener Hand, mit ein wenig Kunst an den Wänden lebt es sich bezaubernd individuell und herausragend gemütlich. Das Beste daran? Hier ist nichts in Stein gemeißelt! Mit ein wenig Aufwand lassen sich die Kunstwerke neu arrangieren und sich somit „neue Räume“ aus dem Nichts erschaffen

Green Living is cosy living

Lebendig und gemütlich zugleich – so lässt sich die Wirkung von Pflanzen fürs Wohnklima am einfachsten beschreiben. Ob es nun ein klitzekleines Kleefeld ist oder ein ausgewachsener Drachenbaum ist hierbei belanglos! Hauptsache es grünt so grün es grünen kann und der heimische Dschungel hat genügend Luft, zu atmen und genügend Licht, um zu gedeihen.


 

Decken. Kissen. Knutschen.

Das Sofa (auch eine typisch deutsche Sache) ist eine Insel der Gemütlichkeit in einem Meer aus Wahnsinn. So oder ähnlich klingt ein Liebesschwur auf das liebste Möbelstück der Deutschen. Und mit Kissen und Decken wird das Sofa noch gemütlicher und ein wahrhaftiger Tempel des Knutschens. Klingt kitschig? Macht aber glücklich!

 

Auch die Küche einbeziehen!

Die Wohnung besteht nicht nur aus dem Wohnzimmer! Küche und auch das Badezimmer sollten ebenso gemütlich sein. Vor allem die Sache mit dem Licht ist auch in unseren „Nass Räumen“ eine waschechte „Designanweisung“! Einladungen für unsere Lieblingsmenschen enden meist in der Küche auf einen Espresso und für den ein oder anderen ist Kochen Seelen-Wellness schlechthin. Und auch in Sachen Detailarbeit lässt sich in der Küche ein herzliches Gemütlichkeitsfeuerwerk abbrennen. Man denke nur an Gewürze, Kräuter und selbstgemachte Cutneys, die im Schrank auf Beachtung warten ….