Besserwissen rund ums Möbel – unnützes Wissen gibt’s nicht

Ganz egal, ob es die berühmtestes Quiz-Sendung des Landes ist, die Kneipenfragerunde oder vielleicht auch die Taufe der Neugeborenen, manchmal braucht man die Extraportion Wissen!
Literatur, Sport, Erdkunde und Geschichte kann jeder! Jetzt geht es an die absurde Wissensbasis rund um das Thema Design, Möbel und Inneneinrichtung! Hier unsere Fun Facts und unser Angeberwissen passend zum Thema Möbel!
Aufzeichnungen sind erwünscht und natürlich darf auch geschmunzelt werden!

 

Freud. Sigmung Freud. Die berühmteste Couch des Erdballs

Er ist der Godfather of Psychoanalyse. Der wohl bekannteste Zigarrenraucher der Neuzeit (Sorry, Winston) und ebenso der Chef-Marketier der Relax-Sofa-Zunft. Der Gedanke, dass ein Proband sich öffnen und fallen lassen muss, damit der Therapeut eine tragende Bindung aufbauen kann, sind sinnspendend für die Tiefenpsychologie und Lehre Freuds.
Wo klappt das besser als auf einem Sofa?
Den Wirren des Krieges geschuldet migrierte Freud nach London und die Couch war selbstredend Teil des Fluchtgepäcks. Das legendäre Möbelstück steht noch heute im Freud-Museum zur Besichtigung und ist wohl eines der meist fotografierten Möbelstücke dieses Planeten.  
 

Warum eigentlich IKEA?

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum eigentlich diese VIER Buchstaben? Ingvar Kamprad – Seines Zeichens Gründer des Weltkonzerns – spendet mit seinen Initialen das I und K. Und der Heimatort des Schweden sorgt mit E und A für den Firmennamen. Kamprad stammt aus Elmtaryd bei Agunnaryd, einem kleinen Gehöft nahe der Stadt. Manchmal sind die naheliegendsten Namen doch die fesselndsten.
 

Nochmal aus dem hohen Norden

Was sagt man so schön über Papier? Es ist geduldig! Ein weiterer Fun Fact über den Möbel Giganten aus dem hohen Norden bestätigt diese These mit beinahe unfassbarer Durchschlagskraft.
Das Haus-und-Hof-Magazin des Branchen-Primus wird mit 115 Millionen Exemplaren häufiger gedruckt als die Bibel. JÄHRLICH! In Zeiten von Nachhaltigkeit und Umweltschutz kann man diese Information natürlich auch kritisch hinterfragen. Vor allem wenn man mit einbezieht, wie selten der Katalog als Informationsquelle genutzt wird.


 

Über Herrgottswinkel, gute Stube und das Canape

Manche Worte fallen immer wieder, doch was sie eigentlich bedeuten oder was man darunter verstehen darf, bleibt oft ein Buch mit sieben Siegeln. Hier unsere Top DREI der „geheimen Worte“ rund um Innenarchitektur und Möbel
  • Der Herrgottswinkel ist eine Art „Wohnungsaltar“, an dem Kruzifix oder Heiligenbilder und Miniaturen ausgestellt sind. Der Ort liegt traditionell in einer Ecke (Winkel) und wird zu Festtagen geschmückt. Auch Rosenkranz, Bibel oder das kirchliche Gesangsbuch werden hier gelagert.
     
  • Die „gute Stube“ ist ein besonderer Schlafraum in Bauernhäuser. Dieser Ort dient nur ganz besonderen Ereignissen und ist an sich kein Funktionsraum. Besondere Anlässe für die gute Stube sind unter anderem die Hochzeitsnacht oder die rituelle Totenwache. Die „gute Stube“ ist nur noch im Sprachgebrauch angelegt.
     
  • Das Canapé oder Kanape ist die Eindeutschung des französischen Sofas! Auch die Speise bezieht sich auf den Grundinhalt des Wortes. Auf dem belegten Brot „sitzen“ die Zutaten und warten auf ihren Verzehr.


     

Das Badminton-Cabinet – more money!

Hier wird es absurd. Dieser Barockschrank aus dem 18. Jahrhundert gilt als das größte Schwergewicht unter den Luxusmöbel dieser Erde. Das Stück aus der Pietra-Dura-Werkstätte der Medici in Florence wurde für den Duke of Beaufort hergestellt und ist wohl der berühmteste Schrank unserer Zeit. Mit einer Abmessung von vier Meter Höhe und einer Breite von knapp zweieinhalb Metern ist der Schrank aus Ebenholz und vergoldeter Bronze eine stattliche Erscheinung und die Einlegearbeiten aus Lapislazuli, Jaspis und Quarz sind ein Beweis dafür, was Meisterhände schaffen können. Von „Order bis Lieferung“ vergingen nicht umsonst beinahe sechs Jahre.
Das Badminton-Cabinet wurde 2004 von Christie`s in London versteigert. Für einen Rekordwert konnte dieser Schatz von Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein erworben werden.
 

Napoleons Stuhl ….

Ob Waterloo oder Hand aufs Herz; der kleine Franzose ist immer wieder gut, für eine Anekdote. Auch in Sachen Möbel hat der Namensgeber des Napoleon-Komplex etwas zu bieten.
Angeblich besaß der Feldherr einen sündig-teuren Kapuzen-Stuhl, an dem er auch den Schlachtplan für Waterloo ersann. Der Ausgang der Schlacht ist Geschichte und auch die weiteren Besitzer des Stuhls wurden zum Spielball des Pechs. Der letzte Besitzer des Stuhls – ein englischer Stahl-Milliardär – kann zum Fluch des Stuhls Zeugnis ablegen. Angeblich verstarb ein Hausmädchen, das auf dem Stuhl Platz nahm binnen kürzester Zeit und ebenso erging es dem erzürnten Besitzer des Stuhls. Der Legende nach erlag er einem Herzleiden just als er den Stuhl entzweien wollte ….


Der Dauerbrenner-Stuhl

Der meistverkaufte Stuhl? Das Modell der Serie 7 aus den Händen von Arne Jacobsen ist der absolute Spitzenreiter in Sachen Verkaufszahlen. Dieses Design-Stück ging weltweit bereits sage und schreibe sieben Millionen mal über die Ladenzeile – und ein Ende ist noch nicht in Sicht!
 

Der erste Bürostuhl

Der erste Bürostuhl kommt nicht aus einer Design-Schmiede oder von einem bekannten Formgeber für Möbel! Der Evolutions-Biologe Charles Darwin war´s! Dieser packte an einen Arbeitsstuhl Rollen, um sich in seinem Arbeitsbereich schneller vom Punkt A zum Punkt B aufmachen zu können. Somit ist der Bürostuhl Baujahr um 1860 und somit älter, als man meint!