Fair im Handel – Möbel Design für eine bessere Welt

Es wird nicht soviel gehandelt, wie geredet wird. Doch umdenken und mitmachen sollten wir alle. Auch in der Möbelindustrie steht immer mehr die Art und Weise der Herstellung, die Behandlungsweise der Materialien und die Umweltverträglichkeit im Vordergrund. Die Konsumenten sind nicht mehr so leicht zu überzeugen wie früher, sie fragen nach und recherchieren. Sie wollen hinter die Kulissen schauen und legen immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit der Dinge. Eine gute Richtung!






Aufwachen

Bisher standen in der Wohnbranche lediglich Preis und Design an vorderster Stelle. Die beiden bekommen aber gerade gewaltige Konkurrenz von „Fair“. Die Händler und Kunden entwickeln ein neues Bewusstsein: Das ist auch gut so! Inzwischen ist es nicht mehr egal, wo die Hölzer herkommen, ob Mindestlöhne gezahlt werden, wo produziert wird und ob das Produkt, das Wort Nachhaltigkeit schon einmal gehört hat. Die Gesellschaft wacht auf und gibt immer mehr acht auf Ökologie, Fair Trade und „Blaue Engel“.

Fair und Bio: dranbleiben


Da in der Bevölkerung ein Umdenken bereits stattgefunden hat, ist der Faire Handel nicht mehr wegzudenken und fließt neben dem Preis immer weiter in die Marketing-Kampagnen mit ein. Hat man früher mit dem Preisknüller und dem Design-Klassiker geworben, stehen heute zusätzlich die Punkte: Zertifikat und Nachhaltigkeit im Werbebanner.

Suche nach Alternativen Materialien


Rohstoff: Bambus

Früher hatten wir ihn im Garten oder auf der Terrasse stehen und haben ihn eifrig gegossen. Heute holen wir ihn in Form von Möbeln und Wohnaccessoires in unser Zuhause. Bambus ist eine schnell nachwachsende Pflanze, sie muss nicht sterben wie ein Baum, sondern wächst nach. Die Holzindustrie schwärmt von der Härte des Bambusholzes und so bekommen die Möbel ein langes Leben.
Zukunftsweisend: Hanf und Leinen

Hanf ist zum Beispiel deutlich langlebiger als Baumwolle. Auch Leinen ist aus den Wohntextilien mit seinem glatten festen Gewebe nicht mehr wegzudenken. Der Flachs zum Beispiel, kommt beim Anbau mit deutlich weniger Dünger aus als Baumwolle. Wie Sie sehen, gibt es Alternativen. Und im Rahmen der Ressourcenschonung sollten wir diese auch suchen, nutzen und ausbauen.
 

Öffentlichkeitsarbeit






Die sozialen Medien

Auch die Blogger setzen immer mehr auf: moralisch unbedenklich. Sie haben einen nicht zu unterschätzenden Leserkreis. (Eigentlich sagt man ja Follower) Und sie bloggen mittlerweile auch nicht mehr nur über grüne Smoothies und vegane Restaurants, sondern auch über Eco-Design.

Die Prominenz
Sänger, Schauspieler und Künstler bringen sich immer mehr öffentlich mit ein - in das große Thema Fair Trade. Viele von ihnen verkörpern den grünen Lifestyle auch auf dem roten Teppich und erreichen dadurch die breite Masse. Weiter so!

Preispolitik

Etwa die Hälfte der Deutschen schauen immer noch als erstes auf den Preis. Die andere Hälfte hat gewisse Qualitätsansprüche – Tendenz steigend. Ob beim Essen, den Möbeln oder in der Textilindustrie, die Qualität hat ihren Preis. Wer höhere Ansprüche hat, muss auch ein wenig mehr bezahlen. Um die Welt ein bisschen besser zu machen, werden sich diese Investitionen aber lohnen.

Integrieren Sie die „guten Materialien“ in Ihre Wohnung!


Textilien
Atmungsaktiv, weich und besonders angenehm an der Haut sind Naturfasern wie Bio-Baumwolle, Wolle und Wollfilz. Sie werden umweltfreundlich produziert, bestenfalls mit Naturfarben gefärbt und können gut recycelt werden. Überhaupt kommen mehr und mehr aus wiederverwerteten Fasern hergestellte Stoffe zum Einsatz. Und wer einen handgefertigten Teppich möchte, der nicht unter ausbeuterischen Bedingungen produziert wurde, sollte auf das "GoodWeave"-Siegel achten. Dann wird das Schmuckstück von bestem Gewissen begleitet.

Holz
Ob Buche, Birke oder Eiche: Zertifiziert und aus nachhaltig bewirtschafteten, möglichst heimischen Wäldern spart Holz lange Transportwege und ist eine der wichtigsten Grund¬ lagen für umweltfreundlichen Möbelbau. Oberflächen werden mit Ölen, Wachsen und Lasuren auf natürlicher Basis oder schadstoffarmen Lacken ver¬edelt. So ist die Einrichtung hübsch - und die Luft rein.
Kunststoff
Inmitten von Plastikflaschen wohnen Sie nicht gern? Das könnte sich ändern, denn immer öfter werden PET-Flaschen recycelt und zu schönen Stücken fürs Zuhause verarbeitet. Inzwischen gibt es auch schon Stühle aus pflanzlich hergestelltem Bio-Plastik. Der Umwelt-Buhmann unter den Materialien kann also durchaus positiv überraschen.

Kork
Noch ein spannender Zukunftsstoff – Kork. Er kann viel mehr als nur Wein abdichten. Das vegane Naturmaterial ist haptisch angenehmer als Leder und lässt sich wie Textil verarbeiten. Sitzpolster, Kleidung und vieles mehr kann daraus erstellt werden.

Tun Sie es auch
Lassen Sie sich doch mal bei Ihrem nächsten Besuch im Möbelhaus beraten, über Öko-Siegel, Nachhaltigkeit und Bio-Zertifikate. Recherchieren Sie im Internet... sie werden sehen, es wird Ihnen richtig Spaß machen, auf Ihren neuen Esstisch ein wenig zu sparen, wenn Sie um seine Herkunft und die faire Herstellung wissen. Oder fangen Sie bei den Wohnaccessoires an und wählen alternative Materialien bei Ihren neuen Kissen zum Beispiel. Tasten Sie sich langsam an das Thema Wohnen in Verbindung mit Fair Trade heran. Auch in kleinen Schritten können wir Gutes tun.